SFB Magnetoelektrische Verbundwerkstoffe
Ohne Kühlung kleinste Magnetfelder messen
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- Physiker Christian Sohrt überprüft durch ein Sichtfenster eine Probe in der Kammer des Ultrahochvakuum-Spektrometers. Das Gerät wird auch für den neuen Sonderforschungsbereich zum Einsatz kommen Bild: CAU/Jürgen Haacks
Die Entwicklung neuartiger Magnetfeldsensoren, die speziell für wissenschaftliche und dia- gnostische Fragestellungen in Neurologie und Kardiologie ausgelegt sind, ist Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs SFB 855 „Magnetoelektrische Verbundwerkstoffe – Biomagnetische Schnittstellen der Zukunft". Wissenschaftler aus drei Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität Kiel und des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie in Itzehoe erhoffen sich den Durchbruch von neuen Nanomaterialien. Ihr Ziel sei es, eine neuartige, ungekühlte und unabgeschirmte biomagnetische Schnittstelle zu entwickeln. In der langfristigen Perspektive könnte ein derartiges Sensorsystem aber nicht nur die medizinische Diagnostik und Behandlung verbessern, sondern auch Prothesensteuerung durch Gedanken, optimiertes Lernen oder die Verwirklichung neuartiger Körperüberwachungsfunktionen ermöglichen. Voraussetzung hierfür seien neue Signalverarbeitungsstrategien und höchstempfindliche Sensoren für extrem kleine Magnetfelder.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den SFB zunächst für vier Jahre bewilligt und finanziert ihn in dieser ersten Förderperiode mit rund 11,5 Mio Euro.
Printausgabe: 2010/3, Seite 69

